Auszug aus dem raum&zeit-Interview mit
Biosa-Entwickler Erik Nielsen, Frederiksvaerk.
Von Hans-Joachim Ehlers.
raum&zeit: Herr Nielsen, herzlichen Glückwunsch zu Ihrer
Erfindung, die einmal mehr beweist, wie hilfreich die Natur sein kann,
wenn wir von ihr lernen, statt sie zu zerstören. Welchen Beruf üben
Sie aus?
Erik Nielsen: Ich bin ökologischer Landwirt und Berater, unter anderem
für das Dänische Umweltministerium. (Anmerkung der Redaktion:
In der dänischen Landwirtschaft gibt es für jeden Fachbereich
staatlich geprüfte Berater, die jedem Landwirt zur Verfügung
stehen. Das ist einer der Gründe für den hohen Standard der
dänischen Landwirtschaft.) Meine Hauptbeschäftigung ist jedoch
Manager (Geschäftsführer) für Biosa Danmark mit Abteilungen,
Tochtergesellschaften und Geschäftspartnern in anderen Ländern.
(Außerdem bin ich Familienvater von sechs Kindern). Ferner bin ich
Mitglied im Vorstand der "EM Foundation", die weltweit arbeitet.
Biosa Danmark ist:
1. Produzent von EM1, Biosa Produkten wie VitaBiosa, TerraBiosa, AromaBiosa,
InsectaBiosa, LotionBiosa, HeliosMineralkalk (Human), HeliosMineralfutter
(Animal), Bioreco (Belüfter nach Schauberger Prinzipien).
2. Vertreiber der genannten Produkte in Dänemark und in anderen Ländern
über Tochtergesellschaften in Deutschland, Frankreich, Irland, Israel,
USA, Kanada und Geschäftspartner von Unternehmungen in Norwegen,
Schweden, Finnland, Island, Litauen, England, Schottland, Schweiz, Spanien,
Türkei und Neuseeland.
3. Ratgeber für: Landwirtschaft und Gärtnerei, Umweltprobleme
etc.
r&z: Kannten Sie Professor Higa, seine Publikationen und seine
EM's? Haben Sie sich mit seinen (E)ffektiven (M)ikroorganismen näher
beschäftigt?
E.N.: Ich habe Professor Higa 1994 kennen gelernt, erst in Thailand und
danach in Japan. Seither verbindet mich eine enge Zusammenarbeit mit Prof.
Higa. Einer seiner engsten Mitarbeiter von der Ryukyus Universität,
Okinawa, Aya Okuda, ist ein ganzes Jahr hier bei uns in Dänemark
gewesen, um uns in der Produktion und Anwendung von EM zu unterweisen.
Wir waren die ersten, die in Deutschland EMI, das von uns hergestellte
Produkt, verkauft haben (1995). Durch meine intensive Zusammenarbeit mit
Aya Okuda, Prof. Higa und durch meine Teilnahme an vielen internationalen
EM-Konferenzen in vielen Ländern, und durch mein Studieren von allem,
was es an Artikeln, Büchern etc. über EM's gibt in Englisch
(leider kann ich nicht Japanisch) und letztendlich durch meine eigenen
Erfahrungen habe ich ein tiefgreifendes Know-how der EM-Technologie bekommen.
Eines von Prof. Higas Büchern haben wir selbst ins Dänische
übersetzt und herausgegeben.
r&z: Was veranlasste Sie, Higas EM's weiter zu verbessern?
E.N.: EM-Produkte sind hervorragende Produkte für die Anwendungen,
für die sie entwickelt und genehmigt wurden. Sie sind aber nicht
entwickelt und genehmigt als Getränk oder Nahrungsergänzung
für Mensch und Tier, und sie sind auch nicht hergestellt unter den
strengen Auflagen der nationalen und europäischen Gesundheitsbehörden,
die bei uns maßgeblich sind. Wir haben die Biosa Produkte auf der
Basis meiner Kenntnisse von Mikroorganismen und Fermentierungsprozessen
entwickelt. Schon bevor ich Prof. Higa 1994 traf, habe ich mich sehr viel
mit Fermentierungsprozessen beschäftigt. Prof. Higa steht mir sehr
positiv gegenüber, auch meinen Biosa Produkten. Es gibt keine Konkurrenz
zwischen EM und Biosa Produkten. Vita Biosa wurde entwickelt, um mit Kräutern
die Fermentierungsprozesse zu verbessern, den Geschmack für Menschen
und Tiere zu verbessern und um eine Genehmigung für Produktion und
Verkauf zu bekommen (Autorisation nach EU Gesetzen).
r&z: Welches Verfahren wenden Sie an, wenn Sie der Grundsubstanz
von Higa Heilkräuter zufügen?
E.N.: Für Vita Biosa verwenden wir nicht die EM Grundsubstanz von
Higa. Wir verwenden Bakterienkulturen, deren Grundsubstanzen wir von einem
Dänischen Labor bekommen. Für alle diese Grundsubstanzen haben
wir die Genehmigung vom Dänischen Nahrungsmittelministerium bekommen.
Es ist nicht erlaubt, Higas EM-Kulturen für diese Zwecke (Nahrungsmittel)
anzuwenden. Die Kräuter sind speziell für günstige Wirkungen
auf die Magen- und Darmfunktion ausgewählt worden. Die Kräuter
sind ein wichtiger Teil des Fermentierungsprozesses, sogar einige Fotosynthesebakterien
stammen von diesen Kräutern.
r&z: Ist das Verfahren patentiert?
E.N.: Das Verfahren ist nicht patentiert. Grundsätzlich bin ich
gegen Patentierung überhaupt. Mein Grundprinzip und meine Zielsetzung
ist, den Menschen, Tieren, Pflanzen, Mutter Erde zu helfen und nicht,
andere Menschen daran zu hindern, das Gleiche zu tun.
r&z: Kann man aus VitaBiosa selbst Bakterien züchten, wie
bei der EM-Substanz Higas?
E.N.: In VitaBiosa sind lebendige Bakterien, deswegen kann man diese
auch züchten. Für Tiere empfehlen wir das, aber es ist nicht
empfehlenswert VitaBiosa für Menschen zu vermehren, wegen des Gesundheitsrisikos.
Bei einer Vermehrung kann das Verhältnis zwischen den verschiedenen
Mikroorganismen geändert und die Wirkungen der Kräuter vermindert
werden.
r&z: Ist VitaBiosa für den Menschen besser verträglich
als Higas EM?
E.N.: EM ist, wie bereits erwähnt, nicht entwickelt, hergestellt
oder genehmigt zum Einnehmen durch Menschen.
r&z: Seit wann gibt es VitaBiosa?
E.N.: Nach einer längeren Entwicklungszeit haben wir die Genehmigung
für die VitaBiosa Produktion im Juni 2001 bekommen und seither wird
produziert.
r&z: Gibt es schon klinische Studien oder andere Studien über
die Wirksamkeit von VitaBiosa oder sind Studien geplant bzw. in Auftrag
gegeben?
E.N.: Es gibt eine Menge von praktischen, sehr positiven Erfahrungen,
aber noch fehlen eigentliche Studien. Mehrere Ärzte in Dänemark
und auch in Deutschland sind jetzt interessiert, Studien zu machen, und
wir planen eine Zusammenarbeit aufzubauen.
aus:
Raum & Zeit 116/2002
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